Das Wettbewerbsprogramm 2020

Programm im Fach Orgel

› Mit oder ohne Wiederholung (nach dem Ermessen des Teilnehmers). Stilbewusste Auszierung der Wiederholungen bzw. eigene Kadenzen entsprechend der Aufführungspraxis der Zeit werden erwartet.
› Die zur Vorauswahl gespielten Stücke dürfen im Wettbewerb wiederholt werden. Innerhalb des Wettbewerbs ist die Wiederholung von einzelnen Stücken nicht zulässig.
› Die Reihenfolge der Stücke innerhalb einer Runde wird von den Kandidaten festgelegt und muss dem Wettbewerbsbüro vor Beginn der Runde definitiv mitgeteilt werden.
› Es ist nicht erforderlich auswendig zu spielen.

Vorauswahl

Die Videoaufnahmen müssen den Teilnehmer ununterbrochen zeigen. Schnitte dürfen zwischen einzelnen Werken, nicht aber innerhalb eines Stückes vorkommen, also auch nicht zwischen den einzelnen Sätzen eines Werkes.


a) Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Vivace
aus: Sonate c-Moll, BWV 526

b) Johann Sebastian Bach
Wenn wir in höchsten Nöten sein, BWV 641

c) Johann Sebastian Bach
Fuge D-Dur, BWV 532/2
oder
Fuge e-Moll, BWV 548/2

1. Runde (max. 25 min)

an der Collon-Orgel in der Hochschule für Musik und Theater Leipzig


a) Nicolaus Bruhns (1665–1697)
Präludium G-Dur
oder
Dieterich Buxtehude (1637–1707)
Präludium e-Moll, BuxWV 142
oder
Vincent Lübeck (1654–1740)
Präludium g-Moll

b) Johann Sebastian Bach
Trio G-Dur, BWV 1027 / Anh. II 046

c) Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge g-Moll, BWV 535

2. Runde

an der Silbermann-Orgel in der St. Marienkirche Rötha (max. 20 min)


a) Georg Muffat (1653–1704)
Toccata octava
oder
Toccata decima
aus: Apparatus musico-organisticus
oder
William Byrd (um 1540–1623)
Fantasia a-Moll
oder
Johann Ulrich Steigleder (1593–1635)
Die 40. und letzte Variation auf Toccata Manier über »Das Vaterunser«
aus: Tabulatur-Buch

b) Johann Sebastian Bach
Choralbearbeitungen aus der Neumeister-Sammlung, BWV 1090–1095 und 1097–1120
(Auswahl an Vorspielen unterschiedlichen Charakters von insgesamt max. 8 min Länge)

c) Johann Sebastian Bach
Fantasie G-Dur, BWV 571
 

an der Silbermann-Orgel in der St. Georgenkirche Rötha (max. 40 min)


d) Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Präludium und Fuge c-Moll, op. 37 Nr. 1, MWV W 21 und 18
oder
Präludium und Fuge d-Moll, op. 37 Nr. 3, MWV W 23 und 13
oder
Allegro [mit Choral und Fuge] d-Moll / D-Dur, MWV W 33

e) Johann Sebastian Bach
Partite diverse sopra: O Gott, du frommer Gott, BWV 767
oder
Partite diverse sopra: Ach, was soll ich Sünder machen, BWV 770

f) Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge f-Moll, BWV 534
oder
Präludium und Fuge A-Dur, BWV 536

g) Zsigmond Szathmáry (*1939)
Neues Werk (Auftragswerk des Bach-Wettbewerbs)
Das Stück wird ab 15. Dezember 2019 zum Download auf unserer Webseite bereitstehen.

Finale

an der »Bach«-Orgel in der Thomaskirche Leipzig


a) Johann Sebastian Bach
Fantasie G-Dur, BWV 572 (Pièce d’Orgue)
oder
Präludium und Fuge D-Dur, BWV 532

b) Johann Sebastian Bach
Einige canonische Veränderungen über das Weihnachtslied: Vom Himmel hoch da komm ich her, BWV 769
oder
Einige canonische Veränderungen über das Weihnachtslied: Vom Himmel hoch da komm ich her, BWV 769a

c) Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge g-Moll, BWV 542
oder
Präludium und Fuge h-Moll, BWV 544
oder
Präludium und Fuge e-Moll, BWV 548
 

an der Sauer-Orgel in der Thomaskirche Leipzig


d) Johann Sebastian Bach
Ich will bei meinem Jesu wachen
aus: Matthäus-Passion, BWV 244
transkribiert für Orgel von Robert Schaab (1817–1887)

e) Max Reger (1873–1916)
Passacaglia e-Moll
aus: Suite e-Moll, op. 16
oder
Passacaglia fis-Moll
aus: Sonate fis-Moll, op. 33 (Urfassung)
oder
Passacaglia f-Moll, op. 63 Nr. 6

Dispositionen der Orgeln

Disposition der Orgel im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig
erbaut von Patrick Collon, 1998
 

II. Manual – Grand Orgue
Bourdon 16’ (ab c)
Montre 8’
Bourdon 8’
Prestant 4’
Flûte 4’
Quinte 2 2/3’
Doublette 2’
Tierce 1 3/5’
Quinte 1 1/3’
Cornet 3-fach
Fourniture 3-fach
Trompette 8’
 

I. Manual – Positif
Bourdon 8’
Prestant 4’
Nasard 2 2/3’
Doublette 2’
Tierce 1 3/5’
Larigot 1 1/3’
Cymbale 2-fach
Cromorne 8’
 

Pédale
Soubasse 16’
Flûte 8’
Flûte 4’
Fourniture 5-fach
Bombarde 16’
Trompette 8’
 

Nebenregister
Manualschiebekoppel Positif an Pédale
Manualschiebekoppel Grand Orgue an Pédale
Tremblant
Züge für kurze Oktave Grand Orgue und Pédale
3 Keilbälge
 

Stimmung
Stimmungsart: nach Werckmeister III (1691)
 

Tonumfang
Grand Orgue C–d3 (geteilt in Bass/Diskant c1/cis1)
Positif C–d3
Pédale C-f1

 

 

Disposition der Orgel in der St. Marienkirche Rötha
erbaut von Gottfried Silbermann, 1722
 

Manual
Principal 8’
Gedackt 8’
Octava 4’
Rohrflöte 4’
Nassat 2 2/3’
Octava 2’
Tertia 1 3/5’
Quinta 1 1/3’
Sifflet 1’
Cymbel 2-fach
Tremulant

 

Pedal
Subbass 16’
 

Nebenregister
Pedalkoppel
 

Stimmung
Stimmungsart: ungleichstufig (1/6 syntonisches Komma)
Stimmtonhöhe: a1=ca. 465 Hz (hoher Chorton)
 

Tonumfang
Manual: C, D–c3
Pedal: C, D–c1
 

 

Disposition der Orgel in der Georgenkirche Rötha
erbaut von Gottfried Silbermann, 1721
 

I. Manual (Hauptwerk)
Bordun 16’
Principal 8’
Rohrflöte 8’
Octava 4’
Spitzflöte 4’
Quinta 2 2/3’
Octava 2’
Cornet 3-fach (ab c1)
Mixtur 3-fach
Cymbel 2-fach
 

II. Manual (Oberwerk)
Gedackt 8’
Quintadena 8’
Principal 4’
Rohrflöte 4’
Nassat 2 2/3’
Octava 2’
Tertia 1 3/5’
Quinta 1 1/3’
Sifflet 1’
Mixtur 3-fach
 

Pedal
Principalbass 16’
Posaune 16’
Trompete 8’
 

Tremulant
Schiebekoppel OW/HW
Pedalkoppel HW/P (Koppelzug seit 1796, vordem feste Koppel)
 

Stimmung
Stimmungsart: gleichstufig (seit 1832)
Stimmtonhöhe: a1 = 465 Hz (hoher Chorton)
 

Tonumfang
Manuale: C, D–c3
Pedal: C, D–c1

 

 

Disposition der Bach-Orgel in der Thomaskirche zu Leipzig
erbaut von Gerald Woehl, 2000
 

I. Manual: Brustwerk
Grob Gedackt 8’
Klein Gedackt 4’
Principal 2’
Super Gemßhörnlein 2-fach
Quint-Sexta 2-fach
Sieflit 1’
 

II. Manual: Hauptwerk
Bordun 16’
Principal 8’
Violdagamba 8’
Rohrflöth 8’
Quinta 6’
Octav 4’
Nassatquint 3’
Superoctav 2’
Queerflöth 2’
Sesquialtera 3-fach
Mixtur 6-fach
Cimbel 3-fach
Fagott 16’
Trombetta 8’
 

III. Manual: Oberwerk
Quintaden 16’
Principal 8’
Gedackt 8’
Gemßhorn 8’
Flauta doux 8’
Octav 4’
Hohlflöth 4’
Hohlquint 3’
Superoctav 2’
Plockflöth 2’
Sesquialtera 3-fach
Scharff 5-fach
Vox Humana 8’
Hautbois 8’
Glockenspiel
Tremulant
Plenum Wind
 

IV. Manual – Unterwerk (Echo)
Barem 16’
Still Gedackt 8’
Quintaden 8’
Principal 4’
Nachthorn 4’
Spitzflöth 4’
Spitzquint 3’
Octav 2’
Schweitzerflöth 2’
Rauschquint 1 1/2’
Superoctävlein 1’
Cimbel 3-fach
Regal 8’
 

Pedal
Großer Untersatz 32’
Principal 16’
Violon 16’
Sub Bass 16’
Octav 8’
Gedackt 8’
Quintaden 8’
Superoctav 4’
Bauerflöth 1’
Mixtur 6-fach
Posaun Bass 32’
Posaun Bass 16’
Trombet 8’
Cornet 2’
 

Nebenregister
Koppeln OW-HW, UW-HW, HW-P, OW-P
Tremulant für die ganze Orgel
Zimbelsterne (laut)
Zimbelsterne (leise)
Vogell Geschrey
Kammerkoppel für das ganze Werk
4 Keilbälge
 

Stimmung
Stimmungsart: ungleichstufig, System Neidhardt (Leipziger Stimmung?)
 

Tonumfänge
Stimmtonhöhe: a1 = ca. 466 Hz (Chorton)
Manuale: C–f3
Pedal: C–f1

Stimmtonhöhe: a1 = ca. 415 Hz (Kammerton)
Manuale: CD–f3
Pedal: CD–f1

 

 

Disposition der Sauer-Orgel in der Thomaskirche zu Leipzig
erbaut von Wilhelm Sauer, 1886–1889
 

1. Manual
Principal 16’
Bordun 16’
Principal 8’
Geigenprincipal 8’
Viola di Gamba 8’
Gemshorn 8’
Dulciana 8’
Doppelfloete 8’
Flûte harmonique 8’
Flauto dolce 8’
Gedackt 8’
Quintatön 8’
Quinte 5 1/3’
Octave 4’
Gemshorn 2’
Rohrfloete 4’
Violini 2’
Octave 4’
Rauschquinte 2-fach
Mixtur 3-fach
Cornett 2–4-fach
Scharf 5-fach
Groß-Cymbel 4-fach
Trompete 16’
Trompete 8’
 

2. Manual
Salicional 16’
Gedackt 16’
Principal 8’
Schalmei 8’
Salicional 8’
Harmonica 8’
Dolce 8’
Flûte harmonique 8’
Konzertfloete 8’
Rohrfloete 8’
Gedackt 8’
Octave 4’
Salicional 4’
Flauto dolce 4’
Quinte 2 2/3’
Piccolo 2’
Cornett 3-fach
Mixtur 3-fach
Cymbel 3-fach
Tuba 8’
Clarinette 8’
 

3. Manual
Lieblich Gedackt 16’
Gamba 16’
Principal 8’
Viola 8’
Aeoline 8’
Voix céleste 8’
Spitzfloete 8’
Flûte d’amour 8’
Gedackt 8’
Gemshorn 8’
Quintatön 8’
Fugara 4’
Traversfloete 4’
Praestant 4’
Quinte 2 2/3’
Flautino 2’
Harmonia aetheria 3-fach
Oboe 8’
Trompette harmonique 8’
 

Pedal
Majorbass 32’
Untersatz 32’
Contrabass 16’
Principal 16’
Violon 16’
Gemshorn 16’
Subbass 16’
Salicetbass 16’
Lieblich Gedackt 16’
Quintbass 10 2/3’
Offenbass 8’
Principal 8’
Cello 8’
Gemshorn 8’
Bassfloete 8’
Dulciana 8’
Octave 4’
Flauto dolce 4’
Contraposaune 32’
Posaune 16’
Fagott 16’
Trompete 8’
Clarine 4’
 

Nebenregister
Manualkoppeln: II/I, III/I, III/II
Pedalkoppeln: I/P, II/P, III/P
Mezzoforte, Forte, Tutti, Rohrwerke
Piano-, Mezzoforte-, Forte- und Tuttipedal mit Absteller
Handregister ab drei frei einstellbare Kombinationen;
Rollschweller mit Absteller
Jalousieschweller für Manual III
Röhrenpneumatik (Spiel- und Registertraktur)
 

Stimmung
Stimmungsart: gleichschwebend
Stimmtonhöhe: a1 = 440 Hz
 

Tonumfang
Manual: C–a3
Pedal: C–f1

Programm im Fach Gesang

› Mit oder ohne Wiederholung (nach dem Ermessen des Teilnehmers). Stilbewusste Auszierung der Wiederholungen entsprechend der Aufführungspraxis der Zeit wird erwartet.
› Die zur Vorauswahl gesungenen Stücke dürfen im Wettbewerb wiederholt werden. Innerhalb des Wettbewerbs ist die Wiederholung von einzelnen Stücken nicht zulässig.
› Die Reihenfolge der Stücke innerhalb einer Runde wird von den Kandidaten festgelegt und muss dem Wettbewerbsbüro vor Beginn der Runde definitiv mitgeteilt werden.
› Es ist nicht erforderlich auswendig zu singen.
› Transpositionen sind nur bei Liedern zulässig.
› Es wird besonderer Wert auf die Beherrschung der deutschen Aussprache gelegt.
 

Vorauswahl

Die Videoaufnahmen müssen den Teilnehmer ununterbrochen zeigen. Schnitte dürfen zwischen einzelnen Werken, nicht aber innerhalb eines Stückes vorkommen, also auch nicht zwischen Rezitativ und Arie.

 


a) Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Rezitativ und zugehörige Arie aus einer Kantate oder Passion

b) Johann Sebastian Bach
Ein Lied (drei Strophen)
aus: Die geistlichen Lieder und Arien aus Schemellis Gesangbuch, BWV 439–507

c) Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788)
Ein Lied
 

1. Runde (max. 20 min)

mit Cembalo (415’/440’) oder Truhenorgel (415’/440’)

 

a) Johann Sebastian Bach
Ein aussagekräftiges Secco-Rezitativ aus einer Kantate oder Passion

b) Johann Sebastian Bach
Eine Arie aus einer Kantate, einer Passion oder dem Weihnachtsoratorium

c) Georg Friedrich Händel (1685–1758)
Ein englisches Rezitativ aus:
Jephtha, HWV 70
oder
Messiah, HWV 56
oder
Samson, HWV 57

d) Georg Friedrich Händel
Eine englische Arie aus:

Jephtha, HWV 70
oder
Messiah, HWV 56
oder
Samson, HWV 57

e) Johann Sebastian Bach
Zwei Lieder (je drei Strophen)
aus: Die geistlichen Lieder und Arien aus Schemellis Gesangbuch, BWV 439–507

f) Heinrich Schütz (1585–1672)
Ein Konzert
aus: Kleine geistliche Konzerte, SWV 282–337
 

2. Runde (max. 45 min)

mit Cembalo (415’/440’), Truhenorgel (415’/440’) oder Klavier (443’)

 

a) Johann Sebastian Bach
Sopran

Er hat uns allen wohlgetan – Aus Liebe will mein Heiland sterben, BWV 244/ 48–49
oder
Qui tollis, BWV 233/4
Alt
Erbarm es Gott – Können Tränen meiner Wangen, BWV 244/51–52
oder
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, BWV 232/22
Tenor
Mein Jesus schweigt – Geduld, Geduld, BWV 244/34–35
oder
Benedictus qui venit, BWV 232/20
Bass
Ja freilich will in uns das Fleisch und Blut – Komm, süßes Kreuz, BWV 244/56–57
oder
Quoniam tu solus sanctus, BWV 232/9a

b) Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788)
Sopran/Tenor/Bass
Eine Arie
aus: Die Israeliten in der Wüste, Wq 238
oder
aus: Magnificat D-Dur, Wq 215
Alt
Eine Arie
aus: Magnificat D-Dur, Wq 215

c) Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Eine italienische Arie aus einer Oper

d) Liedprogramm (15 bis max. 20 min)
- Ein verziertes italienisches Solomadrigal aus dem 17. Jahrhundert von einer Komponistin, z. B. Barbara Strozzi (1619–1677), Isabella Leonarda (1620–1704) oder Francesca Caccini (1587– um 1641)
- Ein Lied von Johann Sebastian Bach aus dem zweiten Notenbuch für Anna Magdalena Bach, BWV 508–518
- Ein vollständiges geistliches Solo-Werk von Johann Rosenmüller (um 1619–1684) oder Dieterich Buxtehude (um 1637–1707)
- Ein Lied von Ludwig van Beethoven (1770–1827)
- Ein Lied von Fanny Mendelssohn (1805–1847) oder Clara Schumann (1819–1896)
- Ein Lied, komponiert von einer Komponistin nach 1980, z. B. von Juliana Hall (*1958), Florentine Mulsant (*1962) oder Camille van Lunen (*1957)
 

Finale


a) Johann Sebastian Bach
mit Cembalo/Truhenorgel (415’)
Rezitativ und Arie aus einer weltlichen Kantate (siehe Auswahlliste)

b) Johann Sebastian Bach
mit Cembalo/Truhenorgel (415’)
Rezitativ und Arie aus einer geistlichen Kantate (siehe Auswahlliste)

c) Johann Sebastian Bach
mit Barockorchester (415’)
Sopran
Mein Herze schwimmt im Blut, BWV 199
(Leipziger Fassung, d-Moll)
Alt
Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust, BWV 170
Tenor
Ich armer Mensch, ich Sündenknecht, BWV 55
Bass
Ich habe genung, BWV 82
 

Auswahlliste


Sopran
Geistliche Kantaten
Wir beten zu dem Tempel an – Höchster, mache deine Güte, BWV 51/2–3
Gott ist mir ja nichts schuldig – Ich esse mit Freuden, BWV 84/2–3
Weltliche Kantaten
Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd! – Jagen ist die Lust der Götter, BWV 208/1–2
Ja, ja! Gott ist uns noch mit seiner Hülfe nah – Durch die von Eifer entflammeten Waffen, BWV 215/6–7
Alt
Geistliche Kantaten
So, wie der Hirsch nach frischem Wasser schreit – Mund und Herze steht dir offen, BWV 148/3–4
Der Glocken bebendes Getön – Wie starb die Heldin so vergnügt, BWV 198/4–5
Weltliche Kantaten
Ich nehm zugleich an deiner Freude teil – Reis von Habsburgs hohem Stamme, BWV 206/6–7
Augustus schützt die frohen Felder – Preiset, späte Folgezeiten, BWV 207a/6–7
Tenor
Geistliche Kantaten
Der Höchste lässt mich seinen Willen wissen – Weiß ich Gottes Rechte, BWV 45/2–3
Wer sollte nicht in Klagen untergehn – Erholet euch, betrübte Sinnen, BWV 103/2 und 5
Weltliche Kantaten
Gefürcht’ter Äolus – Frische Schatten, meine Freude, BWV 205, 4–5
Ach, Pan! Wie hast du mich gestärkt – Pan ist Meister, lasst ihn gehn, BWV 201/10–11
Bass
Geistliche Kantaten
Tue Rechnung! Donnerwort – Jedoch, erschrocknes Herz, BWV 168/1 und 4
Die Knechtsgestalt, die Not, der Mangel – Bist du, der mir helfen soll, BWV 186/2–3
Weltliche Kantaten
Was hat dich sonst, Sarmatien, bewogen – Rase nur, verwegner Schwarm, BWV 215/4–5
Ja, ja! Die Stunden sind nunmehro nah – Wie will ich lustig lachen, BWV 205/2–3

Programm im Fach Violoncello/Barockvioloncello

Mit oder ohne Wiederholung (nach dem Ermessen des Teilnehmers). Stilbewusste Auszierung der Wiederholungen bzw. eigene Kadenzen entsprechend der Aufführungspraxis der Zeit werden erwartet.
› Die zur Vorauswahl gespielten Stücke dürfen im Wettbewerb wiederholt werden. Innerhalb des Wettbewerbs ist die Wiederholung von einzelnen Stücken nicht zulässig.
› Die Reihenfolge der Stücke innerhalb einer Runde wird von den Kandidaten festgelegt und muss dem Wettbewerbsbüro vor Beginn der Runde definitiv mitgeteilt werden.
› Es ist nicht erforderlich auswendig zu spielen.
 

Vorauswahl

Die Videoaufnahmen müssen den Teilnehmer ununterbrochen zeigen. Schnitte dürfen zwischen einzelnen Werken, nicht aber innerhalb eines Stückes vorkommen, also auch nicht zwischen den einzelnen Sätzen einer Suite.

 

a) solo
Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Suite G-Dur, BWV 1007
oder
Suite d-Moll, BWV 1008
oder
Suite C-Dur, BWV 1009
 

b) solo
Jean-Louis Duport (1749–1819)

Exercise 10
mit einem Violoncello auszuführen (ohne Wiederholungen)
 

1. Runde (max. 25 min)


a) solo
Johann Sebastian Bach

Prélude, Sarabande und zwei weitere Sätze, aus:
Suite G-Dur, BWV 1007
oder
Suite d-Moll, BWV 1008
oder
Suite C-Dur, BWV 1009


b) mit Continuo-Violoncello (415’/443’)
Anton Kraft (1749–1820)

Allegro moderato
aus: Sonate B-Dur, op. 2 Nr. 1
oder
Moderato
aus: Sonate G-Dur, op. 2 Nr. 2
oder
Allegro brillante
aus: Sonate C-Dur, op. 2 Nr. 3
 

2. Runde (max. 45 min)


a) solo
Johann Sebastian Bach

Suite G-Dur, BWV 1007
oder
Suite d-Moll, BWV 1008
oder
Suite C-Dur, BWV 1009

b) mit Hammerflügel (415’) oder Klavier (443’)
Ludwig van Beethoven (1770–1827)

Sonate C-Dur, op. 102 Nr. 1
oder
12 Variationen F-Dur, op. 66
über das Thema »Ein Mädchen oder Weibchen« aus der Oper »Die Zauberflöte«, KV 620, von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
oder
12 Variationen G-Dur, WoO 45
über das Thema »See the conqu’ring hero comes« aus dem Oratorium »Judas Maccabaeus«, HWV 63, von Georg Friedrich Händel (1685–1758)

c) mit Sopran und Cembalo (415’/443’)
Johann Sebastian Bach

Eine der folgenden Arien
Phoebus eilt mit schnellen Pferden, BWV 202/3
oder
Mein gläubiges Herze, frohlocke, sing, scherze, BWV 68/2
Violoncello piccolo oder Violoncello erlaubt (ohne Ritornell)
 

Finale


a) solo
Johann Sebastian Bach

Suite Es-Dur, BWV 1010
oder
Suite c-Moll, BWV 1011
oder
Suite D-Dur, BWV 1012
Der Wettbewerb empfiehlt dringend, Bachs Hinweise für die fünfte und sechste Suite (scordatura/fünfsaitiges Cello) zu respektieren.

b) mit Orchester (415’/443’)
Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788)
Konzert A-Dur, Wq 172
oder
Jean-Louis Duport
Konzert Nr. 6 d-Moll
oder
Michael Haydn (1737–1806)
Konzert B-Dur, MH deest

off